Firmen-Portrait: Volmax
Die Fa. Volmax wurde als Großhandelsunternehmen gegründet, welches sich mit der Distribution von Uhren des Herstellers Poljot ins westliche Ausland beschäftigte. 1997 kam die Überlegung auf, dass das Sortiment und die Qualität der Poljot Produkte nicht mit denen der europäischen Hersteller konkurrieren konnte und so wurde die Entscheidung gefällt, eine eigene Uhrenproduktion aufzunehmen. Anfänglich wurden Uhren der Baureihen Aviator und Buran für Poljot hergestellt. Im Jahre 2002 wurden die Namen der Baureihen Aviator, Buran und Sturmanskie als Warenzeichen für den „neuen Hersteller“ Volmax eingetragen.

Von Anfang an unterschieden sich die Volmax Produkte von anderen russischen Uhren.
Das Unternehmen strebt als Ziel nicht nur die Herstellung und den Vertrieb der eigenen Uhrenmarken an, sondern möchte ebenfalls die negative Einstellung des Auslandes gegenüber russischen Uhren allgemein widerlegen. Dieser negative Trend wurde begründet durch schwarz Exporte minderwertiger Qualität von zum Teil gestohlenen Uhren ohne jegliche Qualitätskontrolle, und deren Verkauf über Flohmärkte und Internetplattformen .
Volmax möchte mit seinen Produkten an die frühere Qualität und Popularität russischer Uhren anknüpfen und qualitativ eine echte Konkurrenz zu den bekannten Schweizer Herstellern sein.

Als erster russischer Uhrenhersteller scheute Volmax sich nicht vor dem Risiko aus dem Preissegment der Massenhersteller auszusteigen. Der Schwerpunkt wird auf die Herstellung limitierter Auflagen( zwischen 50 und 999 Stück je nach Modell) mit Themen zu verschiedenen historischen Anlässen gelegt. Einen sehr großen Erfolg hatte zum Beispiel die vor zwei Jahren gefertigte Serie „100 Jahre Luftfahrt“.
Die Produktionsvolumina bei Volmax sind relativ klein – an der Spitze aller Bemühungen steht die Qualität und nicht die Menge, man orientiert sich an den Standards bester Schweizer Firmen. Verwendet werden nur die besten Uhrwerke, die von den Uhrmachern der Firma obligatorisch einzeln zerlegt, gereinigt, geölt und wieder zusammengebaut werden.

Volmax ist besonders stolz auf seine Mitarbeiter – hier arbeiten die besten Designer und Konstrukteure Russlands, die zum Grossteil von Poljot übernommen wurden. Jeder der beschäftigten Uhrmacher hat eine langjährige Berufserfahrung.

Neben der permanenten Verbesserung von Design und Qualität wird auch dem Marketing und der Imagepflege Beachtung geschenkt. Hohe Maßstäbe werden bei Präsentationsmaterialien, Verpackungen und Prospektmaterial angelegt. Zu Promotion -Zwecken wurden bekannte Schauspieler, Showmen und Kosmonauten gewonnen.
Als ursprüngliches Exportunternehmen orientierte sich Volmax anfänglich auf den Verkauf ins Ausland. Heute existieren Vertretungen in Deutschland, Österreich, England, Portugal, Japan, Griechenland, Holland, Schweiz und den baltischen Staaten. Nachdem sich die Position im Ausland gefestigt hatte wird nun auch seit ca. zwei Jahren dem heimischen Markt verstärkt Beachtung zuteil. Mittlerweile sind die Verkaufsvolumen im In- und Ausland ungefähr gleich groß, wobei in Russland derzeit zwei interessante Tendenzen festzustellen sind: das Interesse an klassischen Dreizeiger-Uhren wächst, und die Nachfrage für teurere und qualitativ hochwertige Uhren ist deutlich stärker geworden. Dies beweist, dass die Volmax Produkte die Anfangs mehr als Sammler Exoten betrachtet wurden, ihre Akzeptanz im Markt gefunden haben.

Da die russische Regierung Ihre Uhrenindustrie im Vergleich zu vielen anderen Ländern nicht unterstützt, weder durch Subventionen oder Steuererleichterungen, ist auch Volmax gezwungen alles aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Dies schwächt im Internationalen Vergleich die russische Uhrenindustrie erheblich und nimmt ihr die Chance auf ein überproportionales Wachstum, welches durch die Nachfrage möglich wäre.

Volmax plant nicht nur die Weiterentwicklung der vorhandenen Uhrenreihen, sondern auch einige interessante neue Projekte. Unter anderem ist dies die Produktion einer Damenuhrenkollektion mit Quarzwerken, Schwerpunkt Chronographen. Da es auf dem russischen Markt kein ähnliches Produkt gibt, und sich auch die westliche Kundschaft dafür interessiert, hat sich die Firmenleitung entschlossen diesen Versuch zu wagen. Gleichzeitig wird an multifunktionellen Uhren gearbeitet, die für extreme Berufe und Sportarten geeignet sind. Diese Uhren sollen so gebaut werden, dass sie die nötigen Funktionen und Qualitäten haben, um auch unter härtesten Bedingungen benutzbar zu sein. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.